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"Stolpersteine" in Mühlheim am Main
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Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist (Talmud)
Das Projekt „Stolpersteine“ hält die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, von Roma und Sinti, von politisch Verfolgten, von Homosexuellen, von Zeugen Jehovas und von Euthanasieopfern im Nationalsozialismus lebendig.
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„Stolpersteine“ ... ... das sind kleine schlichte Betonwürfel (10x10x10 cm) mit Gedenktafeln aus Messing, die Gunter Demnig vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des jeweiligen NS-Opfers in den Bürgersteig einlässt. Der Kölner Künstler und Bildhauer Gunter Demnig verlegte seit 1997 in deutschen und jetzt auch in europäischen Städten mittlerweile über 20.000 „Stolpersteine“, die in den Gehweg eingelassen werden, über die Passanten im übertragenden Sinne „stolpern“. Näheres siehe unter www.stolpersteine.com
Am 28.11.2008 wurde die IG Stolpersteine im NaturFreunde-Jugendheim der Ortsgruppe Mühlheim am Main e.V. gegründet. Der Vorstand der Mühlheimer NaturFreunde hatte in seiner Augustsitzung beschlossen, die Aktion des Kölner Künstlers und Bildhauers Gunter Demnig zu unterstützen. Gründungsmitglieder der IG Stolpersteine sind Gerd Katzmann, Hans C. Schneider, Jörg Neumeister-Jung, Hans Stier und Helmut Wäscher. Barbara Leissing von der Geschichtswerkstatt Offenbach am Main stand mit ihrer Erfahrung dem Quintett bei den ersten Schritten zur Seite. |
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Die erste Aufgabe bestand darin, den Gedanken in die Mühlheimer Bevölkerung und das Mühlheimer Kulturleben zu tragen und Unterstützerinnen und Unterstützer zu finden. Zunächst wurde Bürgermeister Bernd Müller über die Gründung und die Ziele der Interessengemeinschaft informiert. Dieser sagte spontan seine Unterstützung zu. Weitere Unterstützer sind Irmgard Sondergeld, Ludwig und Dana Isaak, Volker Hoff, Annelies Kuijt, Dietmar und Violeta Krist, Walter Bergmann und Frau, Norbert und Isabell Jung, Fred und Christine Häusler. Der DGB-Ortsverband Mühlheim hat ebenso seine Unterstützung zugesagt.
Das Projekt ermöglicht einen neuen Zugang zur Geschichte in Mühlheim am Main. Das, was bisher für viele im Geschichtsunterricht nur durch Zahlen und Fakten belegt worden ist, kann jetzt durch die Aktion „Stolpersteine“ zu einem bewussteren Nachdenken über das Leben der Opfer führen. Es waren Menschen wie du und ich, an die mit den knappen Inschriften auf den Steinen erinnert werden soll. |
Am 17.9.2009 beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der „Interessengemeinschaft Stolpersteine Mühlheim am Main“ die Genehmigung zur Verlegung zu erteilen. Die Genehmigung werde versagt, wenn ein Grundstückseigentümer, vor dessen Anwesen ein „Stolperstein“ versetzt werden soll, nicht einverstanden ist.
Leider ist dies bei den vier Steinen der Familie Friz der Fall. An diese vier Menschen ( Paul, Jula, deren Kinder Leopold und Anna) gibt es somit zur Zeit keine Erinnerung.
Am 17.10.2009, um 13.00 Uhr, wurden von dem Kölner Künstler und Bildhauer Gunter Demnig für die folgenden Personen Stolpersteine verlegt:
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An der Verlegung nahmen 30 interessierte Bürger teil. Herbert und Lothar Isaak, Söhne des einstigen Vorstehers der Jüdischen Gemeinde in Mühlheim Leopold Isaak, waren extra nach Mühlheim gekommen. Herbert Isaak mit seiner Familie reiste sogar aus Buenos Aires/Argentinien an. Für die Angehörigen der Ermordeten sind die Stolpersteine wie ein kleines Grab, erklärten die Brüder Isaak. |
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Verlegung am 26.10.2011
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Jede Unterstützung zählt!
Jede/r Bürgerin oder Bürger kann einen solchen Stein, der 95,00 € kostet, setzen lassen. Überweisungen bitte mit Vermerk „Stolpersteine“ auf das Girokonto der Mühlheimer NaturFreunde, Konto Nr. 8120719, bei der Sparkasse Langen-Seligenstadt, BLZ 50652124. Auch Firmen, Vereine oder Schulklassen können Pate eines Stolpersteins werden.
Wer Pate für einen Stolperstein werden möchte oder Wissen bzw. Informationen über verfolgte Personen in Mühlheim weitergeben kann, wird gebeten sich an Jörg Neumeister-Jung, Telefon 06108 / 67297 oder E-Mail zu wenden.